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Zink – Essenziell für Photosynthese und Wachstum

20/11/2021

Zink ist sowohl für uns Menschen als auch für alle Pflanzen lebensnotwendig. Es ist einerseits an der Eiweißsynthese beteiligt und andererseits Bestandteil verschiedener Co-Faktoren. Diese aktivieren wiederum unzählige Enzyme. So übernimmt es beispielsweise die Funktion eines Katalysators in der Carboanhydrase und ist somit mitverantwortlich für die hohe Assimilationsleistung von C4- Pflanzen wie Mais und Zuckerrohr.

Ein Zink-Mangel ist zuerst an den jüngsten Blättern, bspw. beim Mais anhand erhellter Streifen entlang der Mittelrippe, erkennbar. Laut Landwirtschaftskammer NRW bleibt bei Leguminosen zusätzlich die Blattgröße deutlich kleiner als unter Normalversorgung. Durch eine gestörte Auxin-Bildung sind ebenfalls gestauchte Internodien und folglich ein Zwergwuchs zu beobachten. Schließlich wird auch die Wurzelentwicklung geschwächt und das Absterben von jungen Obstpflanzen-Trieben gefördert. 

Laut Kammer zeichnet sich insbesondere Mais durch einen hohen Zink-Bedarf aus. Ein Grund hierfür könnte die, zuvor genannte, katalytische Funktion innerhalb der Photosynthese-Reaktion sein.  Während der Zink-Bedarf bei den meisten Leguminosen und Kartoffeln als mittelhoch eingeschätzt wird, ist dieser bei Getreide eher niedrig.

Da Zink als Zn2+ oder Zn-Chelat aufgenommen wird, fördert ein niedriger pH-Wert die Pflanzenverfügbarkeit. Im Gegensatz zu Kupfer, bindet Zink nicht so stark an Humus, weshalb saure, humusreiche Böden die Pflanzen oft gut mit Zink versorgen. Bei der Aufnahme über die Wurzel, ist ein Aufnahmeantagonismus mit anderen zweiwertigen Kationen zu beachten. Dementsprechend konkurrieren Magnesium, Calcium, Zink, Kupfer, Mangan und Eisen um die Aufnahmewege der Pflanze. Der Antagonismus der Zn- und Ca-Aufnahme, sowie die stark abnehmende Löslichkeit von Zink bei Boden-pH-Werten über 7, sind Gründe für ein häufiges Auftreten von Zink-Mangel auf alkalischen, oft kalkreichen Böden. Sandböden sind ebenfalls anfällig für geringe Zink-Gehalte, da lösliches Zink ausgewaschen und nicht adsorbiert wird. Schließlich ist Zink an der Wurzeloberfläche nur verfügbar, wenn eine ausreichende Feuchtigkeit herrscht, um die Zink-Ionen zu lösen. Trockenheit ist somit der zweite wichtige Auslöser für einen Zink-Mangel. Vor allem organisch düngende Betriebe sollten schließlich noch beachten, dass Zink bei hohen P-Bodengehalten als Zink-Phosphat ausfällt und somit nicht verfügbar ist.

Besonders bei Auftreten dieser zuvor genannten Effekte, einzeln oder in Kombination, in den physiologisch wichtigen Phasen, wie z.B. der Beginn des generativen Wachstums, empfiehlt sich eine Blattdüngung, um irreparable Beeinträchtigungen des Wachstums zu verhindern. Im Mais etwa empfiehlt die Landwirtschaftskammer NRW einen möglichen Behandlungstermin mit Mikronährstoff-Blattdüngern, kurz vor dem Reihenschluss zu legen. Bei niedrigen Bodengehalten ist eine Blattdüngung für alle Kulturen mit mittlerem bis hohen Zn-Bedarf sinnvoll. Selbstverständlich sollten immer die Bodengehalte, Verfügbarkeit, und der Bedarf der Kultur beachtet werden, um ökonomisch sinnvoll zu handeln und sogar mögliche Überversorgungen zu verhindern.

Zink wird über die Blätter fast ausschließlich als Zn-Chelat aufgenommen. Hier bieten sich die EDTA-chelatisierten Mikronährstoffe in unseren Complesal® Suspensionen an, um eine maximale Verfügbarkeit und eine schnellstmögliche Wirkung der Mikronährstoffe zu erreichen, wenn z.B. Trockenheit, die Zinkversorgung einschränkt. Konkret liefert unser Complesal® MicroMix ein ausgewogenes, hoch konzentriertes Portfolio an Mikronährstoffen. Complesal® P Max hingegen legt den Fokus eindeutig auf die Versorgung mit Phosphat und EDTA-chelatisiertem Zink. Hintergrund hierfür ist, dass die Zn- und P-Versorgung in einem ausgewogenen Gleichgewicht stehen müssen, um das maximale Nährstoffaufnahmevermögen der Pflanze nutzen zu können. Dieser Interaktions-Effekt beeinflusst weiterhin die Homöostase von Zink und Phosphor innerhalb der Pflanze. So kann eine P-Überdüngung einen Zn-Mangel induzieren und umgekehrt. Eine gleichzeitige Blattdüngung mit beiden Elementen verhindert somit mögliche negative Effekte und steigert die Aufnahmeeffizienz.

Falls Sie Fragen zu den Complesal®-Produkten haben, stehen Ihnen selbstverständlich unsere Mitarbeiter telefonisch und per E-Mail zur Verfügung.

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